Initiativkreis Flensburg:
Eine andere Welt ist möglich!
Unsere regelmässigen Gruppentreffen finden in der Regel am 1. und 3. Dienstag im Monat  um 19:30 Uhr in der "werkstatt" der "Ossietzky-Buchhandlung", Große Straße 34 statt.

Aktuell: Wir treffen uns das nächste Mal am Dienstag, den 4. Dez.18, 19:30 Uhr, werkstatt (Ossietzky-Buchhandlung). Danach treffen wir uns wieder am 18. Dezember.

Diskussion der letzten Treffen:
- Zu Gast war ein Mitarbeiter des Autorenkollektiv ILA, welches das mehrfach bei uns besprochene Arbeitsbuch " Auf Kosten Anderer?" (Wie die imperiale Lebensweise ein gutes Leben für alle verhindert) geschrieben hat.
Er hat uns von der Arbeit des ILA-Kollektivs berichtet und ein Veranstaltungsvorhaben für Ende Januar - Februar vorgestellt: Er möchte gerne mit uns zusammen sowohl eine weitere Veranstaltung zur "Imperialen Lebensweise" als auch einen anschliessenden workshop veranstalten. Der workshop soll nach diesen Vorstellungen zum Thema auch des neuen Arbeitsbuches "Das gute Leben für alle" (Wege in die solidarische Lebensweise  - das gegen Ende Januar erscheinen soll) stattfinden. Wir haben selbstverständlich zugesagt und waren sehr angetan von dem Vorhaben.
Hier ein Link zu dem Reader, der uns übermittelt wurde:
https://www.oekom-crowd.de/projekte/das-gute-leben-fuer-alle/
M. hat wg. des geplanten workshop-Termins am Samstag, 23.02.19 im Activitetshuset angefragt und die Bestätigung für die Nutzung von zwei Räume erhalten. Das Projekt kann also abgehen ....

- wir haben unsere Diskussion um "EU in der Krise" fortgesetzt, diesmal mit dem Kapitel 2, "Grundlagen: Verträge und Recht".
Auch diese lebhafte Diskussion verlief durchaus konstruktiv, wenn auch teilweise sehr kontrovers: wichtig ist uns das Herausarbeiten der tatsächlichen demokratischen Defizite der EU (z.B. zum "normalen" Staat, was sie offenkundig nicht ist), herausragend erscheinen die wirtschaftlich-machpolitischen Grundlagen der EU, die Brüche innerhalb des Verbundes tun sich regelmässig an den unterschiedlichen politischen Fragen der EU-Politik auf. Die Frage stellt sich, warum eine EU-Verfassung gescheitert ist und nur in die "Lissaboner Verträge" mündete... Diskutiert wurde die Problematik gerade kleinerer Staaten an die EU-Instanzen "Kompetenzen zu übertragen" bzw. abzugeben, die Problematik einer gemeinsamen Währung aber eigentichkeiner eigenen Steuereinnahmen, dann das doch zumindest verwirrende Kompetenzswirrwarr der einzelnen EU-Institutionen (eingeschränkte Befugnisse des gewählten EU-Parlaments),  schliesslich die sog. "Stabilitätspolitik" der EU-Instanzen ...
Beim nächsten Mal steht nun das 3. Kapitel zur Debatte "Die marktradikale Ordnung der EU, Demokratiedefizit material".

- Morten hat im letzten und diesem Jahr mehrfach China bereist und eine Klassenreise von Duborg-Schüler*innen organisiert - wir haben vereinbart, einen Bericht über seine bzw. deren Erfahrungen im Reich der Mitte anzuhören und zu diskutieren: dafür wollen wir uns am Dienstag, den 17. Dez. Zeit nehmen!
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Zu unseren Treffen laden wir per Mail ein - lassen Sie sich / lasst euch in die Verteilerliste aufnehmen!

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Wir haben es geschafft!
Nach mehrmonatiger Zeit des Nachdenkens und der Diskussion haben wir uns Ende Dezember 2017 für einen neuen Gruppennamen entschieden:

Initiativkreis Flensburg:
Eine andere Welt ist möglich!
Wir setzen uns für eine ökologische, solidarische, gerechte und friedliche Welt ein.

Mit diesem Namen wollen wir unseren "Standort" ausdrücken, so wurde in der Diskussion deutlich:

- "Initiativkreis" soll das HANDELN, das "aktive Eingreifen", die "Entschlusskraft" herausstellen;.
- "Initiativkreis" soll den Gruppenzusammenhalt, die Organisiertheit und Verbindlichkeit herausstellen.
- "Eine andere Welt ist möglich!" stellt ja nicht nur unsere Zuversicht dar, dass Engagement sich lohnt und notwendig ist, weil progressive Alternativen möglich sind - darüberhinaus stellen wir uns mit der Annahme dieser Parole in die Tradition der weltweiten globalisierungskritischen Bewegung seit der Jahrtausendwende (Seattle 1999, Genua 2001), für die diese Parole quasi das primäre Essential gewesen ist.
- "Wir setzen uns für eine ökologische, solidarische, gerechte und friedliche Weltordnung ein" soll unsere Ziele in einem Satz bündeln.

Darüberhinaus haben wir ein Selbstverständnispapier diskutiert und beschlossen:

"Gegen die alles dominierende Weltmarkt-Konkurrenz – Mensch und Natur vor Profit!"

Immer mehr Menschen nehmen wahr, dass die Veränderungen und Probleme in unserer zusammenwachsenden Welt zunehmen:

  • die Schere zwischen arm und reich geht immer weiter auf - hierzulande, innerhalb Europas und weltweit
  • Millionen Menschen leiden unter Hunger  und Krieg, viele leben und arbeiten unter menschenunwürdigen Bedingungen, Kinder wachsen in Armut und Elend auf
  • Unternehmen und Konzerne schreiben Rekordgewinne und entlassen dennoch tausende Mitarbeiterinnen, Politiker und Gewerkschaften scheinen dagegen machtlos zu sein
  • Bildung, Wissen, Gesundheit, Altersvorsorge, die "öffentliche Daseinsvorsorge" werden privatisiert und damit vom Allgemeingut zum teuren Luxusobjekt
  • das Klima verändert sich in rasendem Tempo, aber gegen den Ausstoß von Treibhausgasen scheint es kein Mittel zu geben
  • um Macht- und Einfluss-Zonen, um gefragte Rohstoffe werden Kriege geführt

Diese Entwicklungen sind kein Naturgesetz, sondern die Folge politischer Entscheidungen: Entscheidungen, die wir nicht tatenlos hinnehmen!

Eine andere Welt ist möglich!

Wir verstehen uns als Teil einer weltweiten Bewegung. Wir suchen die Zusammenarbeit mit anderen kritischen Menschen in Gewerkschaften, Umweltverbänden oder Friedensorganisationen, bis hin zu kapitalismuskritischen Gruppen, Parteien und Initiativen. Hervorgegangen aus der Bewegung gegen die Freihandelsabkommen TTIP und CETA wollen wir uns weiterhin in die gesellschaftliche Auseinandersetzung einmischen - unter dem Namen:

"Initiativkreis Flensburg: Eine andere Welt ist möglich!"
Wir setzen uns für eine ökologische, solidarische, gerechte und friedliche Welt ein.

Der gigantische Reichtum dieser Welt muss gerecht verteilt werden.

In der herrschenden Logik ist es nur konsequent, wenn die deutsche Kanzlerin für eine marktkonforme Demokratie eintritt. Der Glaube, der Markt könne es besser und solle dem Staat möglichst viel aus den Händen nehmen, ist trotz vieler Gegenbeweise tief in den Köpfen verankert. Die Finanzkrise von 2007/2008, die darauf folgende schwere Wirtschaftskrise und die milliardenschweren Bankenrettungen stellten die neoliberale Ideologie zwar kurzfristig in Frage – trotzdem dominiert diese weiterhin Politik, Wissenschaft und Wirtschaft.
Es herrscht die Auffassung: Gewinne sind für die (Privat-)Unternehmen da, Kosten soll die Allgemeinheit tragen. Der Mensch wird auf ein konstruiertes Stück Humankapital reduziert, das seinen Bestandswert im Wettbewerb stetig zu verbessern hat.

Als Konsequenz dieser Politik konzentriert sich der gesellschaftliche Reichtum in den Händen von immer weniger Menschen – und zirkuliert in Form von Kapital auf der Jagd nach Rendite in immer schnellerem Tempo um die Welt. Längst übersteigen die Vermögensansprüche an den Finanzmärkten um ein Vielfaches das, was weltweit an Waren und Dienstleistungen erwirtschaftet werden kann. Immer hektischer suchen die Besitzenden auf den Finanzmärkten nach immer neuen Anlagemöglichkeiten. Regierungen, die mit Umwelt- oder Sozialstandards tatsächlich ernst machen wollen, wird offen mit massenhafter Kapitalflucht gedroht. Platzt die nächste Finanzblase, werden die Rettungskosten auf die Allgemeinheit abgewälzt – und das Spiel beginnt von vorne.

Eine weitere Konsequenz der neoliberalen Globalisierung ist die beschleunigte Jagd nach Rohstoffen, zu deren Sicherung reiche Industriestaaten zunehmend militärische Planungen und kriegerische Interventionen beschließen. In immer mehr Ländern führt dies zu politischer Destabilisierung und Terrorismus, was in und durch die führenden Industriestaaten wiederum zur Rechtfertigung von weiterer Aufrüstung, Militarisierung, zur Aushöhlung demokratischer Rechte und kriegerischen Interventionen benutzt wird. Es droht eine weltweite Abwärtsspirale der Zerstörung und der Entdemokratisierung, in der alle Aspekte des Lebens - auch der Politik - ökonomischen Begriffen, Normen und Wertmaßstäben unterworfen werden (sollen).

Die Welt ist keine Ware

Wir wollen durch Informationen und Aktionen in Flensburg dazu beitragen, sich mit den gesellschaftlichen Hintergründen auseinanderzusetzen und sich selbsttätig einzumischen. Dabei geht es um vielfältige Alternativen und Perspektiven über die nötigen Abwehrkämpfe hinaus.

- Die internationalen Finanzmärkte und der Welthandel mit all ihren Auswirkungen stellen zentrale Themen für uns dar.
- Dazu zählen auch die Privatisierung öffentlicher Infrastruktur, eine Steuerpolitik zu Gunsten von Unternehmen und großen Vermögen sowie die unsozialen Renten- und Arbeitsmarkt"reformen".
- Wir bearbeiten grundsätzliche Fragen wie die Kritik am Wachstumsparadigma und entwickeln Visionen zu globalen sozialen Rechten.
- In Folge der heftigen Konkurrenz um die Aufteilung der Weltmärkte sind wir innergesellschaftlich mit einem wachsenden Wohlstands-Chauvinismus und der Zunahme extrem konservativer und faschistoider Bewegungen konfrontiert, der unserer Sicht einer gerechten und solidarischen Welt diametral entgegensteht.

 

Vorbemerkung zur Orientierung:

Sie (oder ihr ...) finden auf unserer kleinen homepage aktuelle Infos (unter Aktionen und Aktuelles) oder Diskussionsbeiträge (unter Positionen) zu Themen und Aktionen, die uns bewegen - alles was mit Internationalismus, den Blick-über-den-nationalen-Tellerrand, gerechten Welthandel, Weltmarktkonkurrenz, weltweiter Solidarität und v.a. Aktivitäten gegen die herrschenden Zustände zu tun hat.  Wir versuchen die Seiten mindestens alle zwei - drei Wochen zu aktualisieren.

Bürgerinitiative „Stopp TTIP-Flensburg“ (aus der Gründungszeit)


Wir wollen aufklären, worum es bei TTIP geht, wofür TTIP steht.
Und wir wollen mit Aktionen den Widerstand entwickeln (helfen).


Mit unserem Protest sind wir nicht allein!

Gegen TTIP protestieren:
230 Organisationen aus 21 EU-Ländern
285 Gemeinden in Deutschland
250 Gemeinden in Österreich
569 Gemeinden und lokale Initiativen in Frankreich
522 lokale und regionale Bündnisse von Portugal bis Rumänien, von Finnland bis Griechenland
1.775.483 Bürgerinnen und Bürger haben bei campact unterschrieben
3.284.289 Menschen haben innerhalb eines Jahres in Europa die Petition "Gegen TTIP und CETA" unterzeichnet
2.000 Unterzeichner bei der online-Petition der KMU
250.000 Personen haben im Oktober 2015 in Berlin demonstriert,
90.000 im April in Hannover …

TTIP wird in Deutschland von vielen Verbänden, Institutionen und Organisationen abgelehnt, u.a. von:
campact,
attac,
Mehr Demokratie,
BUND,
Umweltinstitut München,
Gewerkschaften
Deutscher Kulturrat
Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband
Kommissariat der Deutschen Bischöfe
verschiedene evangelische Landeskirchen
Forum Bildungspolitik
Deutsche Richterbund
Deutsche Umweltstiftung …

Warum?
TTIP verkauft unsere Zukunft!
TTIP dient einzig den Interessen der Konzerne diesseits und jenseits des Atlantiks!
TTIP höhlt den Rechtsstaat und die Demokratie aus!
TTIP öffnet einer weiteren Privatisierung Tür und Tor!
TTIP gefährdet unsere Gesundheit und unsere Umwelt!
TTIP untergräbt die Freiheit!
TTIP ist unumkehrbar!

Eine Fülle von Informationen finden Sie im Internet (siehe die Liste unserer Links)!

Kommen Sie zu uns, machen Sie mit.

Initiative "Stoppt TTIP-Flensburg"
Kontakt:

Reinhard Salamonsberger 
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder
Henning Nielsen  (0461) 8403912 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wir arbeiten ehrenamtlich - und sind auf Ihre / Deine Spende angewiesen:
Konto: Gert Grossmann, DE76 2175 0000 0164 8908 99

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Gestaltung und Programmierung:  Wolfgang Behrens